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Landesarbeitsgericht in Frankfurt
9 Sa 132/98

Bemerkung

Arbeitnehmer müssen doppeldeutige Bemerkungen ihres Arbeitgebers im Zeugnis nicht hinnehmen.

Das geht aus einem Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts in Frankfurt hervor.
Die Richter gaben damit der Klage einer Sekretärin gegen ein Finanzmakler-Unternehmen statt.

Im Abschlußzeugnis der Sekretärin stand unter anderem:
"Sie verstand es stets, ihre Interessen in der Firma durchzusetzen.
Die Arbeitnehmerin sah in dieser Passage den versteckten Vorwurf, sie sei rechthaberisch und wenig kompromißbereit. Vor Gericht erwies es sich, daß der Mitarbeiterin, die wegen Krankheit ihren Arbeitsplatz verlassem mußte, das Zeugnis erst nach einem Prozeß vor dem Arbeitsgericht ausgestellt worden war.

Der Gerichtsvorsitzende betonte, ein Zeugnis müsse "kennzeichnend für das Arbeitsverhältnis" sein. Keineswegs dürften "außerdienstliche Angelegenheiten" ,wie etwa die Auseinandersetzung vor Gericht, versteckt einfließen.

Alle Angaben ohne Gewähr