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Bundesarbeitsgericht
Urteil vom 3. 3. 93. , Az: 5 AZR 182/92

Das Zeugnis auf Geschäftsbriefbogen des Unternehmens

Das Zeugnis muss auf dem Geschäftsbriefbogen des Unternehmens geschrieben sein und darf keine Schreibfehler, Verbesserungen oder Flecken enthalten. Der Arbeitnehmer kann verlangen, dass der Arbeitgeber das Arbeitszeugnis auf aktuellem Geschäftspapier erstellt.
Der Briefkopf muss die korrekte Firmenanschrift des Arbeitgebers und bei Gesellschaften der gesetzliche Vertreter (Geschäftsführer, Vorstand) enthalten. Verwendet der Arbeitgeber neutrales Papier, dann muss neben die Unterschrift der Firmenstempel gesetzt werden.

Der Arbeitnehmer hat ein Recht darauf, dass ihm das Arbeitszeugnis auf sauberem Papier erstellt wird - regelmäßig im Format DIN A 4, es sei denn in der jeweiligen Branche ist ein anderes Format üblich. Kopien sind zulässig, wenn sie technisch einwandfrei und original unterschrieben sind. Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesarbeitsgericht ist es zulässig, das Zeugnis zum Zwecke der Verwendung zu falten
(BAG-Urteil vom 21. September 1999 - 9 AZR 893/98)
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Das Arbeitszeugnis muss in korrekter Form abgefasst sein:
Es darf keine Streichungen, Ausbesserungen, Radierungen, Flecken, Geheimzeichen, Unleserliches oder ähnliche Merkmale enthalten. Es darf nichts unterstrichen , kursiv gesetzt oder in "Gänsefüßchen" gesetzt werden, es sei denn, diese Gestaltungsmerkmale haben nichts mit der Aussage des Zeugnisses zu tun. Unzulässig sind Hervorhebungen durch Ausrufezeichen (!) oder Fragezeichen(?), insbesondere solche in Klammern, wie hier demonstriert.

Bezeichnung des Arbeitnehmers
Der Arbeitnehmer ist Eingangs des Arbeitszeugnisses mit Vor- und Familiennamen zu nennen und als Herr oder Frau zu bezeichnen. Wünscht der Arbeitnehmer dies, sind Geburtsdatum und Adresse hinzuzusetzen. Hierher gehören auch Berufsbezeichnung(en) und die akademischen Grade bzw. öffentliche Titel des Arbeitnehmers. Innerbetriebliche Titel haben im Arbeitszeugnis nichts zu suchen.

Unterschrift des Arbeitgebers
Das Arbeitszeugnis muss am Ende seines Textes handschriftlich unterschrieben sein.
Der Arbeitgeber muss aber nicht persönlich unterschreiben. Auch Personen, die in dem Betrieb dazu bevollmächtigt sind, dürfen unterschreiben. Allerdings müssen dann gebräuchliche Zusätze, wie "ppa" oder "i.V die Befugniss zu Unterschrift deutlich machen.

Alle Angaben ohne Gewähr