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Landesarbeitsgericht Hannover
–10 Sa 198/04-

Keine fristlose Kündigung Reisekosten

Hinweis:

Rechnet ein Arbeitnehmer überhöhte Reisekosten ab, so darf ihm nicht gleich fristlos gekündigt werden.


Wenn der Mitarbeiter bis dahin rechtschaffen war und die Angaben leicht nachzuprüfen sind, reiche vielmehr zunächst eine Abmahnung.

Im konkreten Fall berechnete ein Verkaufsleiter aus einer Baubranche zu viele Kilometer. Diese Berechnung bezog sich auf 53 Fahrten innerhalb von 3 Jahren - konkret handelte es sich um einen Fehlbetrag von 916 km, also 274 Euro.

Darauf kündigte ihm sein Arbeitgeber nach 36jähriger Betriebszugehörigkeit. Dies ließ der Arbeitnehmer nicht auf sich sitzen und argumentierte, es habe sich lediglich um ein Versehen gehandelt. Auch das Gericht erachtete dies als Nachlässigkeit und nicht als Abrechnungsbetrug. Grund dafür sei eine korrekte Benennung aller Zielorte. Außerdem war sich der Arbeitnehmer bewusst darüber, dass dies jederzeit von Wirtschaftsprüfern hätte festgestellt werden können. Darüber hinaus spreche noch die langjährige Beschäftigungszeit für eine Abmahnung.

Alle Angaben ohne Gewähr