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Arbeitsgericht Frankfurt a.M.
-9 Ca 1687/01-

Kündigung unwirksam, wenn Arbeitgeber nur pauschale Gründe angibt

Achtung:

Einem Arbeitnehmer darf wegen einer pauschalen Kritik an seinem Erscheinungsbild, seinem Verhalten oder seiner Leistung nicht gekündigt werden. Auch eine Abmahnung ist in einem solchen Fall nicht gerechtfertigt.


In dem verhandelten Fall war einem Mitarbeiter einer Leiharbeitsfirma nach einer Abmahnung fristlos gekündigt worden. Auslöser war, dass sich Vorgesetzte unter anderem über seine Kleidung geärgert hatten. Darüber hinaus waren ihm unangemessene Umgangsformen vorgeworfen worden.

Die Richter des Arbeitsgerichts in Frankfurt a.M. urteilten:
Vorliegend handele es sich um zu pauschale Vorwürfe, als dass sie zu arbeitsrechtlichen Maßnahmen führen könnten. Sanktionen seien nur dann zu rechtfertigen, wenn das Fehlverhalten im Einzelnen unter Angabe des Zeitpunktes aufgelistet werden könne, so die Richter. Sowohl Abmahnung als auch Kündigung seien daher gegenstandslos.

Quelle: dpa

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