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Landesarbeitsgericht Köln
- 14 (4) Sa 61/06 -

Kündigung: Fristversäumnis

Achtung:

Bei einer hinausgezögerten Kündigung geht ein Fristversäumnis zu Lasten des Arbeitgebers


Reizt ein Arbeitgeber eine Frist zur Kündigung bis in die letzten Stunden aus, dann muss er die Folgen tragen, wenn der Arbeitnehmer vor der Übergabe der Kündigung flieht.

Ein Mann hatte am morgen des 31. März von einem Kollegen erfahren, das ihm sein Chef noch am selben Tag die Kündigung zum 30. April aushändigen wollte. Der Arbeitnehmer entfernte sich daraufhin früher von seinem Arbeitsplatz als üblich und vereitelte damit die fristgerechte Kündigung. Das Schreiben erreichte ihn erst am 01. April per Post, womit nur noch eine Kündigung zum 31. Mai möglich war. Dagegen zog der Arbeitgeber vor Gericht, da er die Schuld für die versäumte Frist bei seinem "geflohenen" Mitarbeiter sah.

Dies wurde vom Gericht nicht bestätigt. Vielmehr habe der Arbeitgeber selbst für einen rechtzeitigen Zugang der Kündigung zu sorgen. Wenn er den Zeitpunkt der Übergabe derart hinauszögere, dann riskiere er leichtfertig ein Fristversäumnis. Zudem hätte er auch noch am selben Tag einen anderen Mitarbeiter oder einen Taxikurier mit der Übergabe der Kündigung betrauen können.

Alle Angaben ohne Gewähr