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Landesarbeitsgericht Hessen
- 3 Sa 1448/00 -

Kündigung: Verkäuferin mit Kopftuch

Hinweis:

Ein Kaufhaus ist nicht verpflichtet eine Verkäuferin zu beschäftigen, die darauf besteht, aus religiösen Gründen beim Arbeiten ein Kopftuch zu tragen.


Eine türkische Muslimin war seit 1989 bei einem Kaufhaus in ein einer ländlichen Region mit geringem Ausländeranteil beschäftigt. Das Verkaufspersonal des Kaufhauses ist dazu angehalten, sich bei der Arbeit gepflegt und unauffällig zu kleiden, da das Kaufhaus seinen Kunden einen noblen und exklusiven Eindruck vermitteln möchte. Im Mai 1999 teilte sie der Personalleiterin mit, dass sie aus religiösen Gründen nicht mehr ohne Kopftuch arbeiten werde. Das Kaufhaus kündigte ihr daraufhin.

Die Klage gegen die Kündigung blieb erfolglos. Die Richter des LAG Hessen entschieden, dass eine ungeschriebene Kleiderordnung im Kaufhaus existiere, die auch ohne Klausel im Arbeitsvertrag dessen Bestandteil sei und beachtet werden müsse. Die Verkäuferin werde hierdurch auch nicht in ihrer Glaubensfreiheit verletzt.

Quelle: NJW 2001,Heft 49

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