Über Work8.de haben sie die Möglichkeit sich über das Internet zu bewerben. Melden sie sich an, erstellen sie Bewerbungen und Schicken sie diese an die beworbene Stelle.

Login

 Einloggen
Sie sind hier:

  

Bundesarbeitsgericht
9 AZR 261/04

Elternzeit

Ein Hinweis auf eine Elternzeit im Arbeitzeugnis ist gerechtfertigt.

Dies gilt zumindest dann, wenn der Arbeitnehmer deshalb am Ende seines Arbeitsverhältnisses nicht gearbeitet hat.

Ein Koch war vier Jahre lang in einer Großküche beschäftigt gewesen.
Zwei Jahre und neun Monate von dieser Zeit hatte er jedoch Erziehungsurlaub genommen. Danach arbeitete der Koch nur noch vier Monate für den Chef.
In dem ihm nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erteilten Arbeitszeugnis vermerkte der Arbeitgeber auch, das der Koch einen Erziehungsurlaub genommen hatte.

Der Koch zog vor Gericht und forderte, dass der Hinweis auf seinen Erziehungsurlaub gestrichen werden sollte.

Der Hinweis des Arbeitgebers ist jedoch rechtlich gestattet.

Mit dem Hinweis auf den Erziehungsurlaub verdeutlicht dieser nämlich, das eine aktuelle Beurteilung der Arbeitsleistung durch den Erziehungsurlaub dem Arbeitgeber nur schwer möglich ist.

Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die Tatsache, das der Koch vor Ausstellung des Zeugnisses nur noch verhältnismäßig kurz für den Arbeitgeber tätig war.

Alle Angaben ohne Gewähr