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Landesarbeitsgericht Hamm (Westfalen) 4. Kammer
Urteil vom 28. März 2000, Az: 4 Sa 648/99

Beschönigende Zeugnisformulierung

Landesarbeitsgericht Hamm (Westfalen) 4. Kammer, Urteil vom 28. März 2000, Az: 4 Sa 648/99 Leitsatz 1. Der Gebrauch des Wortes "kennengelernt" drückt stets das Nichtvorhandensein der im Kontext aufgeführten Fähigkeit oder Eigenschaft aus. Es ist das Verdienst der Sprachwissenschaft, eine Reihe "beschönigender" Zeugnisformulierungen nebst Übersetzung veröffentlicht und ausgewertet zu haben.

Wie schwer die jeweiligen Formulierungen in Klartext übersetzbar sind, hängt von der Art der Verschlüsselung und von den Vorkenntnissen des Beurteilten oder Deutenden ab. Je geringer das Vorwissen des Beurteilten oder Deutenden ist, desto eher wird er den in ihrer alltagssprachlichen Bedeutung harmlos oder positiv klingenden Formulierungen aufsitzen. Vielfach bedeutet Lob in Wahrheit Kritik.

So bedeutet die schön klingende Formulierung: "Wir lernten ihn als umgänglichen Mitarbeiter kennenr", im Klartext: "Viele Mitarbeiter sahen ihn lieber von hinten als von vorn", oder "Viele sahen ihn lieber gehen als kommen".

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