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Landesarbeitsgericht Hessen
- Aktenzeichen: 13 Sa 1062/06 -

Kündigung wegen Drohungen nur mit guten Beweisen

Achtung:

Soll ein Mitarbeiter wegen Bedrohung eines Gastes fristlos gekündigt werden, muss diese Bedrohung zweifelsfrei nachgewiesen werden.


Der Croupier in einer Spielbank war mit einem Gast wegen eines hohen Geldbetrages in Streit geraten.
Der Gast beschwerte sich daraufhin beim Arbeitgeber des Croupiers. Dieser habe ihn verbal eingeschüchtert und dabei eine bedrohliche Körperhaltung eingenommen. Der Croupier wurde anschließend fristlos und hilfsweise fristgerecht gekündigt, wogegen er erfolgreich Kündigungsschutzklage erhob. Aufgrund widersprüchlicher Zeugenaussagen konnte dem Croupier die Bedrohung nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Die fristlose Kündigung sei zwar im Fall einer tatsächlichen Bedrohung gerechtfertigt gewesen, hier habe diese Bedrohung aber nicht zweifelsfrei bewiesen werden können. Damit war die Kündigung nicht rechtmäßig.

Quelle: "Tipp des Monats" der Deutschen Anwaltauskunft, Nr. 48/07

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