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Bundesarbeitsgericht
- 2 AZR 741/97 -

Gefälligkeits-Atteste

Hinweis:

Ein "Gefälligkeits-Attest" kann das Fehlen am Arbeitsplatz nicht entschuldigen.


Ein Glaserlehrling hatte sich von ständig wechselnden Ärzten Atteste ausstellen lassen, um sein Fehlen zu entschuldigen. Zweimal schon war er wegen unentschuldigten Fehlens entlassen worden. Sein Arbeitgeber hatte die Kündigungen jedoch jedesmal wieder rückgängig gemacht. Dann war der Lehrling aber wiederum innerhalb von drei Monaten nur an sechs Tagen im Betrieb anwesend. Für seine Fehlzeiten entschuldigte er sich mit Attesten zahlreicher verschiedener Ärzte.

Das Bundesarbeitsgericht entschied, daß sein Arbeitgeber ihm wegen unentschuldigten Fehlens kündigen könne, wenn er nachweisen könne, daß es sich bei den Attesten um reine "Gefälligkeits-Atteste" handele, und wies die Entscheidung an die Vorinstanz zurück.

Alle Angaben ohne Gewähr